Natur wandelt sich und wir sollten das jetzt auch tun

Natur wandelt sich und wir sollten das jetzt auch tun

Nach innen zu schauen stärkt dein Wohlbefinden! 

Der Herbst verändert nicht nur die Natur, sondern wirkt sich auch auf unsere Stimmung aus. Wir sind etwas schlapper und energieloser als sonst und oft fehlt uns auch die Lust uns zu bewegen und etwas Gutes für uns zu tun.

So mancher leidet unter dem Verlust von Wärme und den satten Grüntönen. Wir sind vom Sommer noch daran gewöhnt viel zu unternehmen und die Zeit draußen zu genießen.

Im Herbst ist es aber wieder an der Zeit nach innen zu schauen, ruhiger zu werden und die kürzer werdenden Tage mit viel Schlaf und Ruhe zu füllen.

Sich drinnen Einkuscheln und Hinausgehen – beides darf sein!

Rückzug aufs Sofa mit Tee und einem guten Buch. Sich ein Schaumbad gönnen, Meditieren, relaxen, einfach der Seele Nahrung geben.

Es ist aber auch wichtig die Natur draußen zu genießen, den Stürmen und dem Regen des Herbstes zu trotzen.

Das stärkt auch die innere und die äußere Widerstandskraft.
Der Wind kann mich nicht umblasen, wenn ich verwurzelt bin. Bewegung wärmt den Körper und hilft uns dabei die Müdigkeit zu überwinden, auch wenn es draußen frischer wird, versuche jeden Tag an die frische Luft zu gehen. Besonders wenn die Sonne mal durchkommt, genieße die Sonnenstrahlen und tanke noch Vitamin D für den Winter.

Sonnenlicht und Atem sind zwei wichtige Energiequellen für uns. Vielleicht gibt es einen Park in deiner Nähe in dem du mittags ein paar tiefere Atemzüge nehmen kannst, und du wirst sehen deine Stimmung wird gleich besser und du machst mit mehr Motivation weiter.

Erweitere deine Morgenroutine um ein warmes Glas Wasser mit Ingwer und Zitrone. Der feurige Ingwer aber auch andere Gewürze wie z.B. Zimt, Koriander, Kurkuma oder auch Fenchel wärmen deinen Körper von innen. Auch warme Mahlzeiten unterstützen deinen Körper im Herbst, achte also besonders jetzt darauf lieber eine warme Suppe zu essen als einen frischen, kalten Salat.

Warum ist es wichtig, nach innen zu schauen?

Die Natur wandelt sich und auch wir Menschen sollten das jetzt machen.

Nach innen zu schauen stärkt dein Wohlbefinden!
Oftmals orientieren wir uns bei unserem Handeln und unseren Entscheidungen zu sehr am Außen. Das führt dazu, dass wir sehr darauf achten, wer was von uns erwartet und welche Verpflichtungen wir zu erfüllen haben. Wir bekommen das Gefühl „nur“ noch zu funktionieren und es allen anderen recht zu machen, dabei kommen wir selbst aber viel zu kurz.

Dies kann zu Ärger und Wut führen. Wir fühlen uns ungerecht behandelt. Wir haben dann manchmal das Gefühl, dass andere unsere Bedürfnisse und Wünsche nicht ernst nehmen. Und nicht selten führt dies zu Streit und Konflikten mit dem Gegenüber.

Oder wir fühlen uns getrieben und gehetzt, sind nervös, verspannt und strahlen dies auch nach außen aus. Uns passieren eher Missgeschicke sind innerlich traurig und vielleicht schnürt es uns sogar etwas die Kehle zu – bei der Arbeit oder zuhause. Unsere Kinder werden dann auch noch schwierig. Dies macht das Ganze nur noch schlimmer.

Doch wissen wir selbst in diesem Moment, was wir gerade brauchen?
Was gerade vielleicht zu viel ist? Oder was uns gerade fehlt?
Wovon wir etwas mehr haben wollen?
Wovon wir lieber etwas weniger haben wollen?
Ob wir gerade eher Ruhe benötigen?
Oder gerade eher Bewegung oder schöne, laute Musik?
Oder ein Gespräch mit einem guten Freund oder einer guten Freundin?

Achte regelmäßig darauf, nach innen zu schauen! Nimm dir Zeit, zu erkennen, was dein aktuelles Wohlbefinden ist und was deine eigenen Bedürfnisse gerade sind!

Damit du erkennen kannst, was du dir gerade wünschst und was du brauchst, ist es hilfreich, wieder mehr in Kontakt mit dir zu kommen. Doch das funktioniert nicht so gut, wenn du dich nach außen richtest und dich im Außen orientierst. Dort wirst du  keine Antworten finden, sondern höchstens weitere Erwartungen und Verpflichtungen.

Es hilft aber, wenn du dich mehr auf dich besinnst und in dich hinein spürst und zunächst einmal wahrnimmst, wie es dir gerade geht.

Wie fühlst du dich im Moment?

Was fühlt sich gut an?

Was fühlt sich gerade nicht gut an?

Bin ich ruhig und ausgeglichen?

Praxis-Tipps, um erfolgreich nach innen zu schauen:

So kannst du wieder zu dir finden und mehr auf dich achten und Selbstfürsorge ausüben:

  1. Einen ruhigen Ort aufsuchen

Hilfreich kann es sein, wenn du hierfür zunächst einmal einen Ort aufsuchst, an dem du ungestört bist. Achte darauf, das du dein Handy und dein Computer ausschaltest oder leise schaltest. Vielleicht möchtest du auch die Türklingel ausschalten. Such dir den Ort in deiner Wohnung oder deinem Büro auf, an dem du gerade ungestört bist und du dich wohlfühlst. Vielleicht möchtest du aber hierfür auch in die Natur gehen, zum Beispiel in den Park oder in den Wald.

  1. Achten zunächst auf deinen Atem

Um nach innen schauen zu können und sich auf sich fokussieren zu können, hilft es oftmals, zunächst bewusst ein- und auszuatmen. Atme hierfür in deinem ganz eigenen Tempo langsam ein und aus. Vor allem auch das intensive oder längere Ausatmen ist sehr förderlich, um ruhiger zu werden und mehr bei sich zu sein.

 

  1. Beobachten deinen Körper

Nun beobachten deinen Körper. Wie fühlt sich dein Körper im Moment an? Wo spürst du Verspannungen oder Schmerzen? Wo kribbelt es? Wo fühlst du dich leicht? Wie fühlen sich deine Muskeln an? Was bemerkst du noch? Wo ist es warm? Wo ist es kalt? Nimm langsam und achtsam deinen ganzen Körper wahr.

  1. Beobachten deine Gedanken

Nun beobachten deine Gedanken. Möglichst ohne sie zu vertiefen, sondern nimm sie einfach „nur“ wahr, was so an Gedanken durch deinen Kopf geht und bewerte sie nicht. Sind dies angenehme Gedanken? Oder unangenehme Gedanken? Sind dies wirre Gedanken? Geht es um die Arbeit? Oder um das Privatleben? Um die Familie? Um dich? Was nimmst du wahr?

  1. Beobachten deine Gefühle

Nun versuche, deine Aufmerksamkeit auf deine Gefühle zu richten. Was spürst du? Ein Gefühl der Freude? Oder der Angst? Oder des Ärgers? Auch hier, einfach „nur“ wahrnehmen und beobachten, ohne es weiter zu vertiefen oder zu bewerten.

  1. Überlege dir, was dir jetzt gut tun kann

Und nun überlege dir, was du brauchst, damit du dich gut fühlst. Was fördert dein Wohlbefinden? Was kannst du ganz alleine für dich tun? Jetzt im Moment? Am heutigen Tag? Oder auch in der nächsten Zeit? Was kam vielleicht in letzter Zeit zu kurz? Wie möchtest du auf dich achten und für dich selbst sorgen?

Inspirationen für deine Zeit für dich und für mehr Selbstfürsorge:

Vielleicht fällt es dir gar nicht so leicht, zu erkennen, was du gerade brauchst oder was du als Zeit für dich und dir als Selbstfürsorge gut täte?

Deshalb möchte ich dir ein paar Beispiele nennen, die häufig als wohltuend und stärkend erlebt werden:

  • Sich selbst ernst nehmen und als erstes auf sich achten
  • Bewusst und achtsam Alltagssituationen wahrnehmen
  • Regelmäßig Atemübungen, Entspannungsübungen oder Meditationen durchführen
  • Regelmäßig kleine Pausen im Alltag einbauen
  • Regelmäßig Bewegung und Sport in den Alltag einbauen
  • Zeit nur für sich und mit sich in den Alltag einbauen
  • Einem Interesse nachgehen, das einem große Freude bereitet

Achte regelmäßig auf dich und versuche, regelmäßig nach innen zu schauen! Denn nur so kannst du zufrieden, glücklich und gesund sein und bleiben!

“Statt zu sagen: Sitz nicht einfach nur da – tu irgendetwas,
sollten wir das Gegenteil fordern:
Tu nicht einfach irgendetwas – sitz nur da.” (Thich Nhat Hanh)

In diesem Sinne wünsche ich dir ruhige und entspannte Momente im Herbst, in denen du nach innen schauen kannst und erkennst, was dir gerade gut tut!

Alles Liebe,

Eva

By |2019-11-13T11:49:22+01:00November 13th, 2019|Allgemein, Wohlbefinden|0 Comments
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